



Wer ist online
Aktuell online: ein Gast
Locations (5)
Die Two Faces Private Club Lounge ist ein erotisch orientierter Loungebetrieb. Er schließt die Lücke zwischen der Diskothek, Bar, Lounge und Swingerclub. Dort ist möglich was Du möglich machst und möchtest.
Link: www.lounge-two-faces.de
Das Apart Neubrandenburg ist die Party-Location für über 25jährige Partygänger schlechthin. Auch dort werden wir regelmäßig Veranstaltungen auf die Beine stellen.


Dieses mittelalterliche Wirtshaus bietet täglich, ab Schlag 5, das rustikale Wallensteingelage (Platte zu Wallenstein), für nur 12,50€ pro Haupt, als Tafeley!
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Vorbestellungen unter der Telefonnummer: (03 95)5 63 07 89 erbeten!
Jeden Freitag Brauhaustag
Hofmeister Rüdiger begleitet Tafeleien mit Trinksprüchen, Tafelreden, Sauereien & Schweinereien
Schlag 21 Uhr "Tauschhandel"
Mittelalterbar in der 2. Etage,
Motto: Taler gegen Gesöff!
Selbstgebrautes Neubrandenburger Wallenstein Bräu nur 2€!!!

(Entnommen aus: InnenstadtMagazin Neubrandenburg)
Neubrandenburger Brauerei
Die einzige Brauerei Neubrandenburgs (im Kellergewölbe der Gaststätte Brauhaus zu Wallenstein, Rostocker Str. 33) braut momentan die eigene Marke "Wallenstein Bräu"! Braumeister Uwe Winkler braut momentan ein dunkles Gebräu. Inhaber ist Björn Ruge aus Stralsund und somit direkter Geschäftspartner. Brauereiführungen bitte über das Kontaktformular dieser Homepage anfragen! 2011 ist eine offensive Biervermarktung geplant, ausgewählte Kooperationsgastronomen führen das "Wallenstein Bräu" in ihr Produktangebot ein! Diese Promotion für die Brauerei und Bestellungen bzw. Anfragen laufen auch hierüber direkt, daher bitte im Kontaktformular oder telefonisch anfragen.
Pressebericht vom 26.10.2011 | Nordkurier
Biertradition in kleinerem Ambiente
Neubrandenburg (nk)
Die Jahreschronik der Viertorestadt berichtet 1911 schlicht: „Die Biersteuerordnung wird mit dem Brausteuergesetz vom 15. Juli 1909 in Einklang gebracht. Jeder Liter Bier ist jetzt versteuert.“ Wie viel Geld der Bürgerdurst in die Stadtkasse spülte, ist nicht überliefert.
Die Ratsprotokolle verraten aber, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Biersteuer ein über Monate währender Verwaltungsakt war. Mit Sicherheit werden der Bierverleger (Getränkegroßhändler) Bernhard und die Brauereibesitzer Hans Janssen und Friedrich Bechly die Auseinandersetzung um die Brauersteuergesetzgebung und die daraus resultierenden kommunalen Biersteuerverordnungen verfolgt haben. Die beiden Brauer – Janssen besaß eine Brauerei in der Badstüberstraße, Bechly gehörte die 1847 von Franz Moncke gegründete Brauerei in der Treptower Straße, die als erste untergäriges Bier nach bayerischer Art in Neubrandenburg auf den Markt brachte – hatten Pläne zum Bau einer gemeinsamen Brauerei geschmiedet und dem Ackerbürger Otto Schröder einen Teil der ihm gehörenden Hufe Nr. 1468 abgekauft, um darauf die neue Brauerei zu bauen.
Am 30. Oktober 1911 verhandelte der Rat die Bitte der beiden Unternehmer, sie von der Vorschrift des § 21 des Separationsentwurfs der Vorderstadt Neubrandenburg von 1854 sowie des § 17 der Separationsurkunde betreffs der Unteilbarkeit der Hufe zu befreien. Da der Rat keine Einwände erhob, konnte nahe der Datze der Grundstein für den Neubau der Neubrandenburger Brauerei gelegt werden.
Die Neubrandenburger Brauerei, eher als Janssen & Bechly bekannt, erlebte ein wechselvolles Schicksal. Sie firmierte mehrfach um gehörte 1943 zu fast drei Vierteln der Rostocker Brauerei Mahn & Ohlerich (heute als Hanseatische Brauerei Rostock zur Radeberger Gruppe des Oetker-Konzern gehörend ). Während Rostock alle Stürme der Geschichte überlebte, scheiterte Neubrandenburg in den Wogen der Privatisierung. Die Brauerei lief auf die Klippe Peter Rothe, Hamburger Getreidehändler auf, dem die Treuhand 1991 das Unternehmen verkaufte. Beim Einstieg in der Viertorestadt große Pläne verkündend, wurde am 10. März 1995 aufgrund der „Verkettung unglücklicher Umstände“ nicht, wie geplant, nur ein Nebengebäude abgerissen, sondern auch das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus von 1912 zum Einsturz gebracht. Im Jahr darauf verkaufte Rothe die Marke Nordbräu für acht Millionen Mark an die Lübzer Brauerei. Nachdem 2002 gegen Zahlung einer Buße von 100 000 Mark eine 2000 erhobene Anklage wegen Subventionsbetrug gegen Peter Rothe eingestellt wurde, ließ er im Mai 2009 den Rest der einstigen Janssen & Bechly-Brauerei an der Demminer Straße wegreißen.
Doch wer meint, dass 100 Jahre nach dem Startschuss für den Bau der Großbrauerei nur noch das Brauereiviertel oder die Fußballer des SV Nordbräu ’78 an die Brautradition Neubrandenburgs erinnern, täuscht sich.
Zum einen gibt es an der Rostocker Straße immer noch die Hopfenburg, die bereits 1415 erwähnt wurde, zum anderen verfügt Neubrandenburg nicht weit entfernt von der Hopfenburg doch über eine eigene Brauerei, die sogar den Namen der Stadt trägt: Neubrandenburger Brauerei. Während der Eigentümer – mit Björn Ruge ein angesehener Gastronom – in Stralsund zu Hause ist, kommt der letzte Neubrandenburger Braumeister aus Friedland. Uwe Winkler (50) hat das Handwerk als Brauer und Mälzer – heute wurden aus einem Beruf zwei – von der Pike auf gründlich gelernt und danach auch studiert. Als Ingenieur kam er 1986 nach Neubrandenburg und war hier als Brauführer bis 1991 sogar für die Spirituosenproduktion zuständig. Als Rothe kam, ging Winkler und machte sich als Spezialist für Schankanlagen selbstständig. Sein Know-how ist nicht nur bei der Bierproduktion in Neubrandenburg gefragt, sondern auch außerhalb der EU. Im Kaukasus entsteht mit seiner Hilfe eine größere moderne Brauerei.
Das ist ein etwas anderes Kaliber als die Gasthausbrauerei im „Braugasthaus zu Wallenstein“, wo er von Anfang an dabei ist. Nachdem ein Steakhaus und ein Italiener in der Schlachthofvilla in der Rostocker Straße 33 nicht den Erfolg hatten, investierte ein Altentreptower 2003 in den Bau einer Gasthausbrauerei und holte Uwe Winkler auf Empfehlung von Klaus Göck, ehemaliger Direktor des Getränkekombinates Neubrandenburg, ins 2003 Boot. Und auch Björn Ruge, der in Stralsund, Greifswald und Wolgast drei Wallensteinkeller eine Wallensteinschenke betreibt, übernahm beim Kauf des „Braugasthauses zum alten Schlachthof“ 2006 den erfahrenen Braumeister.
Uwe Winkler, der jedes Mal wenn er Malz aus Bamberg (nur dort bekommt er verschiedene Sorten in Säcken) mit Wasser aus Neubrandenburg und Hopfen(pellets) aus der bayrischen Hallertau zum Brauen ansetzt, fünf Hektoliter auf einen Schlag produziert, braut ein untergäriges Bier. Für Bierkenner, es ist ein Märzen. Für alle anderen Biertrinker, es ist ein Vollbier mit einem Stammwürzegehalt von 12,5 %, ohne Stabilisatoren, nicht pasteurisiert, nicht verschnitten und gesondert gefiltert, naturtrüb – kurz gesagt ein echtes Naturprodukt. Braumeister Winkler schwört auf sein Wallenstein-Brau, das es nur im „Brauhaus zu Wallenstein“ gibt. Das Neubrandenburger Bier heutiger Tage sei einzigartig und dazu schmecke es auch nie gleich. Jeder Sud ist etwas anders. Kenner spüren die feinen Unterschiede beim Trinken. Für die Qualität des Winkler-Bieres spricht, dass es bei entsprechender Lagerung auch nach einem Jahr noch genussvoll getrunken werden könne. So lange würde es aber niemals reichen. Uwe Winkler muss ständig für Nachschub sorgen und ist deshalb auch mindestens täglich einmal in der Brauerei, allein schon wegen der Kontrolle der richtigen Temperaturen in jedem Abschnitt des Brauprozesses.
Quelle: http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/neubrandenburg/biertradition-in-kleinerem-ambiente-1.342709 (Zugriff: 18.11.2011)